Kurzurlaub im Ruhrgebiet

Andreas zu Besuch bei mir zu Haus, in Herdecke, vom 2. bis zum 6. Oktober

Donnerstag

Die Aufregung und Freude ist Andreas ins Gesicht geschrieben, als ich ihn am Abend vom Zug in Dortmund abhole. 11 Stunden saß er im Zug – doch ihm war wohl keineswegs langweilig. Schließlich ist es die erste Auslandsreise auf eigene Faust – und das ist aufregend! Über die Zugfahrt erzählt Andreas:

„Unterwegs gab es coole Sehenswürdigkeiten, den Kölner Dom, den Frankfurter Bahnhof und die Solaranlagen auf einigen Dächern“.

Mit dem kleinen VW-Up fahren wir nun Richtung Herdecke, einem gemütlichen kleinen grünen Städtchen – dem einzig grünen Fleck – mitten im Ruhrgebiet. Die Autofahrt ist ein großes Vergnügen, denn Andreas liebt es, durch die Dunkelheit zu kurven und dabei die ganzen vorbeischwirrenden Lichter und Straßenbeleuchtungen zu beobachten.

Zu Hause angekommen sitzen wir gemeinsam mit meiner Mutter beisammen und plaudern. Dann macht es sich Andreas ersteinmal bequem in seinem „neuen“ Zimmer.

 

Freitag

Es scheint die Sonne und es hat 25 Grad. Nach einem ausgiebigen Frühstück zögern wir nicht lang und holen gleich die Liegestühle heraus, stellen sie im Garten auf und genießen die Sonnenstrahlen.

 

Ich lese die Zeitung und Andreas studiert akribisch die Deutschlandkarte, die er mitgebracht hat. Sie ist komplett ausgefaltet und verdeckt ihn ganz und gar.

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So starten wir also unseren Kururlaub ganz gemütlich. Wir waren aber keineswegs nur faul! die E-bike-tour war eindeutig das Highlight des Wochenendes.

Auf Andreas Idee hin machen wir uns am späten Abend auf zur „Nachtwanderung“, um die Lichter an den Häusern, die Straßenbeleuchtungen und die Lichter der Nachbarstadt, von einem Hügel aus, zu beobachten.

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Samstag

Wenn es ums Essen geht, ist’s nicht immer leicht Andreas Geschmack zu treffen, da ist er sehr wählerisch und heikel. Er ist ein ausgesprochener Feinschmecker: Mit dem allmorgendlichen Müsli zum Frühstück hatten wir Glück. Zudem fand Andreas großen Gefallen an der Käseplatte. Es war köstlich zu beobachten wie er alle 4 Käsesorten aufeinandergestapelt auf einer Brotscheibe unterbrachte. Es hat geschmeckt! 🙂

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Nach dem Frühstück schwingen wir uns auf’s Rad. Ich schnappe mir eines und Andreas, der Glückspilz, bekommt das E-Bike meines Vaters. Schon geht’s los über die Hügel. Andreas: „Cool, das zarrt ordentlich an“. Tatsächlich! Mit dem E-Bike beschleunigt Andreas so schnell, dass man bald nur noch einen kleinen Punkt in der Ferne ausmachen kann. Wir genießen den Fahrtwind und sausen über die Hügel. Natürlich wird auch mal das Rad getauscht!

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Am Nachmittag fahren wir bei Freunden vorbei, der Familie meines Patenkindes, und sitzen mit ihnen auf der Terasse. Nach einem Erholungsdrink schnappen sie sich auch ihre Räder und wir fahren zu sechst nach Kirchende. Es geht bergab ins nächst gelegene Örtchen und wir setzen uns ins Café. Der nun lang ersehnte Kuchen steht endlich vor der Nase.

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Da bei uns in Herdecke Abends nicht viel los ist – wir sind eher auf dem Land – beschließen wir am Abend nach Bochum ins Bermuda-Dreieck loszuziehen, um eine nette Bar ausfindig zu machen.

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Warum dieses Areal Bermudadreieck heißt? Weil man sich bei einem Angebot von über 60 Kneipen, Clubs, Bars und Diskotheken in diesem Teil von Bochum schnell verloren fühlen kann, wenn man nicht weiß, was man will. Wir wissen aber was wir wollen! Wir schlendern durch die Kortumstraße, die gesteckt voll mit Leuten und Bars ist, und genießen die Atmosphäre. Andreas hat die Videokamera dabei – immer zur Hand – und filmt hier und da, was ihm gefällt. Schließlich landen wir in einer netten Bar, trinken was und plaudern.

 

Sonntag

Am Nachmittag lassen wir das Wochenende bei einem Spaziergang und Kuchen und Torte gemütlich ausklingen.

Da Andreas ein äußerst guter Tortenkenner ist und immer überall, in jeder Stadt, den besten Torten auf der Spur ist, können wir einen Besuch zur berühmten Konditorei in Herdecke Zentrum nicht auslassen. Andreas steckt eine Visitenkarte des Cafés ein und sagt: „diese Torten sind echt beliebt“.

 

Kurzum: Das war ein gelungenes Wochenende.

Katharina Rogalli, Freizeitassistentin bei Integration Wien