Leere Schaukel auf einem Spielplatz – Symbolbild zum Thema Ferienbetreuung, Inklusion und Teilhabe von Kindern mit Behinderungen in Wien.

Der Sommer 2026 hat deutlich gemacht, wo es in Wien bei der Ferienbetreuung für Kinder mit Behinderungen noch Lücken gibt. integration wien hat gemeinsam mit anderen Organisationen auf fehlende passende Angebote und notwendige Verbesserungen aufmerksam gemacht. Was Kinder und ihre Familien brauchen und warum Ferienbetreuung auch Teilhabe bedeutet.


Inklusion darf nicht mit dem letzten Schultag enden.
Für viele Familien von Kindern mit Behinderungen ist eine passende und verlässliche Ferienbetreuung in Wien noch immer keine Selbstverständlichkeit.
Der Sommer 2026 hat bestehende Versorgungslücken erneut sichtbar gemacht. Behindertenanwältin, Elternvereine und politische Vertreter*innen griffen das Thema öffentlich auf. Auch integration wien machte auf den Handlungsbedarf aufmerksam und brachte die Erfahrungen aus der Beratung von Familien ein.

Beiträge und Stellungnahmen im Sommer 2026

Im Laufe des Sommers wurde die Situation von unterschiedlichen Stellen aufgegriffen:

  • 25. Juni 2026 – Behindertenanwältin Christine Steger: „Sommerferien offenbaren gravierende Lücken in der Betreuung von Kindern mit Behinderungen“. Gefordert werden bedarfsgerechte und flächendeckende Ferienangebote.
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  • 29. Juni 2026 – Offener Brief: BESSERE SCHULE JETZT!, integration wien, Lobby4Kids, zahlreiche Wiener Elternvereine und ein Schulstandort machen gemeinsam auf die Versorgungslücke in der Ferienbetreuung für Kinder mit Behinderungen aufmerksam.
    Stellungnahme Bessere Schule jetzt lesen
  • 29. Juni 2026 – integration wien: Mit der Stellungnahme „Fehlende Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Wien“ macht integration wien deutlich, dass es nicht nur um Betreuung und Vereinbarkeit, sondern auch um Zugehörigkeit, soziale Kontakte und gleichberechtigte Teilhabe geht.
    Stellungnahme von integration wien lesen
  • 29. Juni 2026 – Grüne Wien: „Fehlende Ferienbetreuung zeigt Systemversagen in der Inklusion“. Die Grünen unterstützen die Forderungen nach einem Ausbau inklusiver Ferienbetreuung.
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  • 29. Juni 2026 – ÖVP Wien: „Ferienbetreuung darf Kinder mit erhöhtem Förderbedarf nicht ausschließen“. Auch hier werden ausreichend Plätze, qualifiziertes Personal und bedarfsgerechte Betreuungsschlüssel gefordert.
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  • 31. Juli 2026 – Stadt Wien: Die Stadt zieht eine positive Zwischenbilanz zu den Summer City Camps. 2026 stehen rund 33.000 Plätze an 34 Standorten zur Verfügung, mehr als 11.000 Kinder nehmen teil. Für Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf gibt es inklusive Angebote und Kleingruppen.
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  • 9. August 2026 – Kronen Zeitung: Lisa Schinagl berichtet unter dem Titel „Kinder mit Beeinträchtigung von Ferienbetreuung ausgeschlossen“ über Schwierigkeiten von Familien, passende Ferienbetreuung zu finden. Auch Yusra Aourik-Chakabkab, Vorstandsmitglied von integration wien, kommt im Beitrag zu Wort und weist auf bestehende Lücken bei der Ferienbetreuung von Kindern mit Behinderungen hin.
    Lisa Schinagl: „Kinder mit Beeinträchtigung von Ferienbetreuung ausgeschlossen“, Kronen Zeitung, 9. August 2026.
  • 26. August 2026 – ORF Wien: Der ORF berichtet über die Kritik an den Summer City Camps und über das von Grünen und ÖVP eingebrachte Prüfansuchen an den Wiener Stadtrechnungshof.
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Ferienbetreuung ist Teilhabe
Wenn ein geeigneter Ferienplatz fehlt, geht es um mehr als die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Kindern fehlen Begegnungen mit anderen Kindern, gemeinsame Erlebnisse, Spiel, Bewegung und Möglichkeiten, Freundschaften zu pflegen oder neue Kontakte zu knüpfen. Fehlen passende Rahmenbedingungen, können Kinder mit Behinderungen an vielen Ferienangeboten nicht selbstverständlich teilnehmen.
Ferien sind ein wichtiger Teil der Lebenszeit von Kindern. Gleichberechtigte Teilhabe darf nicht davon abhängen, wie hoch der Unterstützungsbedarf eines Kindes ist.

Was integration wien fordert
integration wien fordert einen bedarfsgerechten Ausbau der Ferienbetreuung in Wien.

Es braucht ausreichend inklusive und spezialisierte Plätze, qualifiziertes Personal, bedarfsgerechte Betreuungsschlüssel sowie die notwendige individuelle Unterstützung und Assistenz. Auch Kinder mit hohem oder komplexem Unterstützungsbedarf müssen Zugang zu passenden Angeboten haben. Familien brauchen zudem frühzeitige und transparente Informationen darüber, welche Angebote zur Verfügung stehen und welche Voraussetzungen für eine Teilnahme gelten.

Inklusion darf nicht mit dem letzten Schultag enden. Ferienbetreuung muss verlässlich, bedarfsgerecht, leistbar und für alle Kinder zugänglich sein.

Jedes Kind hat ein Recht auf Teilhabe, auf gemeinsame Freizeit und darauf, selbstverständlich dazuzugehören – auch in den Ferien.

    integration wien

    Tannhäuserplatz 2/1
    1150 Wien
    Telefon: 01 / 789 26 42
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    www.integrationwien.at