Leere Schaukel auf einem Spielplatz – integration wien fordert inklusive Ferienbetreuung für Kinder mit Behinderungen

Viele Familien von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen finden auch heuer keinen passenden Ferienbetreuungsplatz. integration wien fordert daher verlässliche, inklusive und altersentsprechende Angebote. Denn Teilhabe darf nicht mit dem letzten Schultag enden.

 

Für viele Familien von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen ist die Ferienzeit nicht nur mit Erholung verbunden, sondern auch mit großer organisatorischer und emotionaler Belastung. Immer wieder berichten Eltern, dass sie trotz rechtzeitiger Anmeldung keinen geeigneten Ferienbetreuungsplatz für ihr Kind erhalten oder dass passende inklusive Angebote fehlen.

Besonders schwierig ist die Situation für Kinder und Jugendliche mit hohem Unterstützungsbedarf sowie für Jugendliche ab etwa 12 Jahren. Für sie stehen nach Wahrnehmung vieler Familien weiterhin zu wenige inklusive, altersentsprechende und verlässlich nutzbare Ferienangebote zur Verfügung.

Kinder mit Behinderungen haben wie alle anderen Kinder ein Recht auf Ferien, Freizeit, Gemeinschaft und soziale Kontakte. Fehlen geeignete Ferienangebote, verbringen viele Kinder einen großen Teil der Ferien zu Hause und verlieren wichtige Möglichkeiten, Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Eine Familie bringt es auf den Punkt:
„Wir verlangen keine Sonderbehandlung. Wir möchten nur, dass unser Kind dieselben Möglichkeiten bekommt wie seine Mitschülerinnen und Mitschüler.“

integration wien hat sich daher mit einem Schreiben an Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Mag.a Bettina Emmerling gewandt. Darin machen wir deutlich: Inklusion ist kein Zusatzangebot. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen haben auch in den Ferien ein Recht auf Gemeinschaft, Freizeit und Teilhabe.

Bereits die von integration wien geleitete Eltern-Initiativ-Gruppe Nachmittags- und Ferienbetreuung hat sich in den Jahren 2016 bis 2022 intensiv mit fehlenden beziehungsweise unzureichenden Betreuungsangeboten auseinandergesetzt. Viele der damals benannten Herausforderungen bestehen bis heute fort.

Auch die Initiative Bessere Schule Jetzt weist auf den dringenden Handlungsbedarf hin.

Aus Sicht von integration wien braucht es ausreichend verfügbare Ferienplätze, frühzeitige Bedarfserhebung, verlässliche Information für Familien, qualifiziertes Personal, bedarfsgerechte Betreuungsschlüssel, transparente Vergabekriterien und barrierefreie Angebote.

"Kein Kind soll die Ferien zu Hause verbringen müssen, nur weil die notwendigen Rahmenbedingungen fehlen. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen brauchen auch in den Ferien eine Perspektive auf Gemeinschaft, Freizeit und Teilhabe", betont Yusra Aourik, Vorstandsmitglied von integration.

Das vollständige Schreiben von integration wien an Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Mag.a Bettina Emmerling können Sie hier nachlesen:
Fehlende Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Wien – Schreiben von integration wien

Auch die Initiative Bessere Schule Jetzt macht gemeinsam mit weiteren unterstützenden Organisationen in einem offenen Brief auf bestehende Mängel bei der Ferienbetreuung aufmerksam:
Offener Brief von Bessere Schule Jetzt: Mängel bei der Ferienbetreuung für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf

 

 

integration wien

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1150 Wien
Telefon: 01 / 789 26 42
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www.integrationwien.at

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